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40 Jahre Altstadtfreunde

„Das Gewissen der Politik“ ist ein Artikel der Lokalpresse überschrieben und dem Verein der Heppenheimer Altstadtfreunde gewidmet. Die "hohe Politik" kann es drehen und wenden wie sie will:„Wenn Heppenheims Altstadt nach vielen Jahren geduldeten Siechtums wieder den Stellenwert genießt, den sie verdient, dann ist dies nicht nur ihrem eigenen Engagement zu verdanken." ist dort zu lesen.

Hatte bereits der Heimatforscher Dr. Heinrich Winter die Bedeutung und Schönheit der Heppenheimer Altstadt hervorgehoben und der Erhaltung der Baudenkmäler das Wort geredet, so kam es am 22. April 1977, also weit vor dem Beginn der Altstadtsanierung, zur Gründung der Altstadtfreunde.

Die Gründungsmitglieder, Theo Emig, Volker Haaf, Werner Jahn, Rudolf Kohl, Hans Lorenz, Josua Mattern, Ludwig Müller, Wolfgang Oeser, das Apothekerehepaar Schmitt-Plank sowie Karl Stalf trugen sich als erste in die Mitgliederliste ein.
Vor dem Hintergrund, dass die Stadt sich um Aufnahme in das Sanierungsprogramm von Bund und Land bewarb, und dass die Voraussetzung, die vorbereitende Untersuchung, erbracht werden musste, wurde diese Bürgervereinigung aktiv:
Als Heppenheim ab dem Jahr 1985 Aufnahme in das Förderprogramm fand, konnten die Altstadtfreunde ihren Sachverstand einbringen, aber auch Ideen wie z.B. die „Strooßewärdschaft“ verwirklichen und dadurch Fördermittel für Sanierungen vergeben und Anreize für die Sanierung von Privathäusern schaffen.

Der Verein hat in seiner Broschüre "Die Heppenheimer Altstadt blüht auf, Altstadtsanierung in Heppenheim, Dokumentation einer Erfolgsgeschichte“ diese Entwicklung ausführlich dargestellt.
Unter den Vorsitzenden, Volker Scheller, Dieter Schnabel, Josua Mattern, Peter Frank und heute Fritz Schneider wurde die Arbeit im Verein fortgesetzt. Konkret seien an Aktivitäten genannt:

die Anregung und Förderung thermografischer Untersuchungen um erhaltenswertes Fachwerk aufzuspüren,

                                         

 

                                      

die Herausgabe einer Altstadtzeitung,

 

             

 

 die bereits angeführte „Strooßewärdschaft“ 

       

aber auch viele Gespräche, Studium von Fachliteratur und Bauuntersuchungen, Kontaktaufnahme mit Fachleuten und Betroffenen, Beratung usw.

Zeitweise unterhielt der Verein ein Büro in der Kellereigasse und damit mitten in dem Sanierungsgebiet.

Insgesamt haben die Heppenheimer Altstadtfreunde e.V. allein in der Zeit von 2002 bis 2016 65 000 € erwirtschaftet und für Sanierungsprojekte zur Verfügung gestellt.
Davon profitierten nicht nur private Hausbesitzer, sondern auch die Stadt Heppenheim und die Kirche St. Peter.

 Besonders hervorzuheben ist im Jahr 2000 die Einweihung des Brunnens vor dem Kurmainzer Amtshof, der mit 40.000,-- DM von Seiten der Altstadtfreunde finanziert wurde.

 

 

Diese finanziellen Zuwendungen waren außer durch die Mitgliedsbeiträge nur möglich, weil der Verein stets auf viele eifrige ehrenamtliche Helfer zurückgreifen konnte, durch die die Durchführung der „Strooßewärdschaft“ und die Teilnahme am Nikolausmarkt überhaupt erst möglich war und ist. Sie werden bei einem jährlich stattfindenden Helferabend für ihr Engagement belohnt.

Ein besonders schwieriges und aufreibendes Kapitel in der Geschichte der Altstadtfreunde betraf die Planung des Altstadthotels in der Kleinen Bach. Hier hätten ohne den Einsatz des Vereins zwei bedeutende Fachwerkhäuser aus der Zeit vor 1500 weichen sollen.

Im Jahre 2012 hob die Stadtverordnetenversammlung die Altstadtsatzung nach 27jähriger Laufzeit auf. Die Altstadtsanierung war abgeschlossen und der Verein Heppenheimer Altstadtfreunde e.V. hatte seinen Zweck erfüllt, bei der Altstadtsanierung mitzuwirken.

Bereits Jahre zuvor haben sich die Altstadtfreunde an die veränderte Situation angepasst und ihre Satzung geändert.

Diese wurde in der Mitgliederversammlung 2007 erweitert und hat nun folgende Zielsetzung:

 "Der Verein setzt sich zum Ziel, die Restaurierung und Sanierung der historischen Bauwerke Heppenheims zu sichern und zu fördern.“

Dadurch soll der hohe städtebauliche Wert, insbesondere der Heppenheimer Altstadt, auch zukünftig gesichert werden.
Dies bewirkt eine wesentliche Erweiterung der Ziele und stellt neue Aufgaben. Denken wir nur an die bedeutenden Metzendorfhäuser in Heppenheim, sei es am Maiberg, in der Walther-Rathenau-Str. oder in der "Bachgass".

Erinnert sei auch an aktuelle Projekte wie die Geschichtswerkstatt und der Wettbewerb zur Gestaltung eines Mühlendenkmals. Hier wurden junge Leute des Starkenburggymnasiums zum Mitmachen angespornt. Bei der Förderung des Bronzemodells unserer Altstadt haben wir uns ebenfalls finanziell beteiligt. 

Unser Plakat über die Entwicklung der Friedrichsstraße zeigt, wie sich unsere „Bachgass“ verändert hat.

Ja, wenn es die Altstadtfreunde nicht gäbe, müsste man sie erfinden – zum Wohl der Altstadt, ihrer Bürger und der gesamten Stadt Heppenheim.

 

 

 

   
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© Heppenheimer Altstadtfreunde e.V.