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Die Bachgasse und ihre Geschichte

11.10.2014

Die vom Volksmund beharrlich als Bachgasse bezeichnete Friedrichstraße hat im Laufe ihrer Geschichte viele Veränderungen erfahren. Aufschluss darüber geben alte Pläne, die Altstadtfreund Klaus „Phil“ Neher dank ausgefeilter Digitaltechnik in neuem Glanz erstrahlen lässt.

 

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Klaus „Phil“ Neher  Foto: Echo

 

HEPPENHEIM.

Der Protest hielt sich in Grenzen, als 1967 Bagger anrückten, um den Thurn- und Taxisschen Posthof dem Erdboden gleichzumachen. Das entlang der Darmstädter Straße (B 3) verlaufende und in die Bachgasse hineinragende Gehöft war ab 1594 über Jahrhunderte Anlaufstelle für Reisende, Umschlagplatz für Handelsgüter sowie Sammelstation für die Beförderung von Briefen. Bereits 1845, im Jahr vor Heppenheims Anschluss ans Schienennetz der Main-Neckar-Bahn, kam der Kutschenverkehr zum Erliegen. Der Posthof wurde von da ab nur noch landwirtschaftlich genutzt, später teils auch gewerblich (Kaisers Kaffeegeschäft).

 

Inzwischen sind seit dem Abriss 47 Jahre ins Land gezogen. An die Stelle des Fachwerkensembles trat ein sieben Stockwerke hoher Zweckbau, der nach den Vorstellungen der damaligen „Stadtväter“ offenbar den Aufbruch in die Moderne symbolisieren sollte. Aus heutiger Sicht handelte es sich um einen der größten, wenn nicht sogar den größten städtebaulichen Sündenfall überhaupt.

 

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