Heppenheimer Altstadtfreunde_Aktuell

AKTUELL

Heppenheimer Altstadtfreunde_Madonna vom Stadttor

„Die Hausmadonna kehrt heim“

Madonnentag am 18.10.2020 fällt aus

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in der Kreisstadt haben sich die Altstadtfreunde dazu entschlossen, die ursprünglich am 18.10. 12:00 Uhr geplante Feierstunde abzusagen. „Durch die sich zuspitzende Situation in der Corona-Pandemie hielten wir die von uns gewählte Verfahrensweise aus Sicherheitsgründen geboten. Wenn es die allgemeine Situation erlaubt, wollen wir die kleine Feier im Frühjahr neu terminieren“, so der Vereinsvorsitzende Gerhard Herbert.

Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation sind bis auf weiteres sonst erstmal keine weiteren Veranstaltungen geplant!

Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen:

  • Einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt, die u.a. der Information der Mitglieder dient. Der Verein hat einen 5-köpfigen Vorstand.
  • Die Jahresausflüge führen in Fachwerkstädte bzw. in Städte von besonderem historischem Wert.
  • Seit 2015 gibt es einen Stammtisch, zu dem vierteljährlich eingeladen wird.
  • Zu Pfingsten und im Herbst finden im Marstall unsere „Strooßewärdschafte“ statt.
  • Seit der Gründung nimmt der Verein am Nikolausmarkt auf dem Marktplatz teil.

 

Altstadtfreunde sorgen sich um den Amtshof

25.09.2020

Wie in der Presse zu lesen war, ist geplant, im Zuge der Umbaumaßnahmen zu einem Kulturzentrum, im Kurmainzer Amtshof eine fest installierte Bühne zu errichten. Diese soll zwischen dem Kapellenturm und dem derzeitigen Eingang ins Stadtmuseum entstehen. Sie soll 60 m² umfassen und ihre Höhe 80 cm betragen.

Die Verantwortlichen versprechen sich von dieser festen Bühne eine Belebung des Amtshofes durch Nutzung von Chören, Stadtkapelle oder Gassensensationen und den Festspielen.

Heppenheimer Altstadtfreunde_Amtshof_Museum_© Bettina Gessinger

Dagegen wäre nichts einzuwenden, handelte es sich beim Kurmainzer Amtshof nicht um ein besonders bedeutsames Gebäude, das zudem die Altstadt entscheidend prägt und zu ihrem Charme beiträgt.

Als historisches Gebäude zeigt es exemplarisch Stadtgeschichte auf, von der Mainzer Herrschaft, dem Übergang an die Kurpfalz, den Beschädigungen durch den Pfälzer Erbfolgekrieg bis hin zu der hessischen Zeit. Die Denkmaltopographie Bergstraße spricht dem Kurmainzer Amtshof eine weit über den Bergsträßer Raum hinausgehende kulturhistorische Bedeutung zu.

Die geplante Bühne stellt nach Auffassung der Altstadtfreunde eine eklatante Beeinträchtigung des Gebäudes dar, denn die Proportionen der Gebäudeteile des Hauptbaues stimmen dann nicht mehr. Der imposante Mittelbau mit dem Kurfürstensaal wird auf eine Fensterhöhe von 120 cm verkürzt, der Kellereingang am Kapellenturm wird konterkariert, dem Chörlein an der Ostseite seine Leichtigkeit genommen.

Der Vorentwurf des Studio Baukultur, erschienen am 19.10.2019 im Starkenburger Echo

Zudem stellt sich die Frage, wie häufig diese Bühne genutzt werden würde. Finden die Festspiele weiterhin statt? Unseres Wissens hatten die Heppenheimer Vereine anlässlich einer Befragung nicht unbedingt eine Außenbühne für nötig erachtet. Kann eine flexible Bühne, die in Größe und Form variabel wäre, nicht sinnvoller eingesetzt werden?

Außerdem wäre nach unserer Meinung die geplante Bühne eine Gefahrenquelle für spielende Kinder.

Zwar hat Bürgermeister Burelbach Recht, wenn er meint, dass sich der Amtshof im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert hat und es ist ein Zeichen für die Lebendigkeit einer Stadt, sich immer wieder zu verändern. Es würde aber heute niemand auf die Idee kommen, eine Tabakfabrik im Kurfürstensaal zu etablieren.

Eine Stadt braucht Geschichte zum Anfassen, Gebäude mit denen sich die Menschen identifizieren können und dies wird unseres Erachtens in der Zukunft noch bedeutsamer werden.

Wissen wir, welche Bedürfnisse die Stadt von morgen erfordert? An welchen Stellen kann man dann noch anknüpfen? Erhalten wir die Gebäude in der Heppenheimer Altstadt und gehen wir sorgsam damit um.